Kegeltour München 2018

Anreise: Sechs statt neun (21.09.2018)

Eigentlich waren wir neun Kegelbrüder, am Ende saßen nur sechs im Zug nach München. Die anderen mussten leider absagen oder kurzfristig passen. Wir haben sie tapfer mitvertreten, mit doppelter Motivation und doppeltem Durst. Am Abend checkten wir im Hotel ein: zwei Dreibettzimmer, angelehnt an richtige Apartments. Dabei stellten wir fest, dass Zimmer Nummer zwei sogar eine eigene Klingel hat, sehr zum Leid der Bewohner.

Brauhaussuche mit Hindernissen

Nach dem Frischmachen wollten wir in einem Brauhaus eine zünftige Mahlzeit genießen. Es war allerdings das Eröffnungswochenende des Oktoberfests, und alle Brauhäuser waren restlos belegt. Schließlich fanden wir Platz in einem kleinen, bürgerlichen Restaurant und wurden satt, zwei Kegelbrüder sogar erst nach zwei Bestellungen.

Die Sache mit der Milchbar

Der Abend war noch jung, also folgten wir der Empfehlung der Kellnerin und wollten in den Club „Milchbar”. Die Türsteher waren allerdings wenig begeistert von sechs gleich aussehenden Männern im Kegelshirt. Wir haben es mit Fassung getragen, sind kurzerhand ins Hotel zurück und haben uns umgezogen. Beim zweiten Anlauf klappte es, und wir haben ordentlich gefeiert. Die Moral: Manchmal ist die Kleiderordnung wichtiger als der Teamgeist.

Oktoberfest (22.09.2018)

Nach einer kurzen Nacht ging es zur Theresienwiese, die einen zu Fuß, die anderen mit der Bahn. Wir erlebten den Einzug der Wiesnwirte und stießen nach dem Fassanstich mit dem ersten Bier an. Anschließend verbrachten wir den Nachmittag auf dem Festplatz mit Bier, Achterbahn und gutem Essen. Ab 17.30 Uhr hatten wir Karten für das HB-Zelt, und zwar auf dem Balkon. Dort saßen wir wie echte Könige und schauten auf das Treiben hinunter.

Feierabend, aber nicht für alle

Um 22.30 Uhr war im Zelt Schluss, und wir wurden freundlich, aber bestimmt hinauskomplimentiert. Es gab noch eine Runde Achterbahn und die letzte Wurst vom Grill, dann ging es heim ins Hotel. Zumindest für fünf von uns. Einer zog mit ein paar Italienern „nach Italien” los und hat uns bis heute nicht verraten, wie weit er gekommen ist.

Abschluss im Paulaner Brauhaus (23.09.2018)

Am nächsten Morgen fanden wir uns wieder zusammen, vollzählig und mit gesunder Gesichtsfarbe, mehr oder weniger. Zum Abschluss ging es ins Paulaner Brauhaus, wo wir bei einem deftigen Essen das Wochenende Revue passieren ließen. Danach machten wir uns mit der Bahn auf den Heimweg.

Fazit

Auch mit nur sechs Mann war München ein voller Erfolg: Wiesn, Balkon-Feeling und ein Kegelbruder mit Italien-Ambitionen. Gut Holz!